Minimalinvasiver Eingriff bei Dickleibigkeit?

Dickleibigkeit ist ein großes Problem in der modernen Gesellschaft. Bewegung kann dank öffentlicher Verkehrsmittel und Aufzügen im Alltag weitestgehend vermieden werden. Dazu kommt die ungesunde Ernährung durch Schnellrestaurants, die an jeder Ecke anzutreffen sind. Der tägliche Stress sorgt oftmals für eine verstärkte Nahrungszufuhr, was zu starkem Übergewicht führt. Viele Menschen schaffen es nicht mehr, ihr Gewicht mithilfe einer einfachen Diät auf ein gesundes Maß zu regulieren. Daher greifen sie oftmals zu chirurgischen Mitteln. Ein solcher minimalinvasiver Eingriff bedeutet für viele Menschen eine starke Verbesserung der Lebensumstände, denn das Übergewicht ist meist nicht nur ein unschönes, optisches Merkmal, sondern sorgt auch für Rückenschädigungen. Dennoch sollte der Eingriff gut durchdacht sein.

Bei einem minimalinvasiven Eingriff wird das Gewebe eines Menschen kaum verletzt. Dadurch ist das Risiko einer Infektion geringer und die Wunden verheilen sehr schnell. Es gibt mehrere Eingriffe, welche bei Übergewicht durchgeführt werden können. Einer davon ist der sogenannte Magenballon. Seine Einführung erfolgt über die Speiseröhre, woraufhin er mit Wasser oder Luft gefüllt wird. Es handelt sich nur um eine vorübergehende Maßnahme, welche das Magenvolumen verkleinert und dadurch ein früheres Sättigungsgefühl hervorrufen soll.

Dauerhafte Lösungen stellen das Magenband sowie Gastroplastiken dar. Beides sind minimalinvasive Eingriffe, bei welchen kein offener Bauschnitt notwendig ist. Beim Magenband wird durch eine kleine Öffnung um den Fundus ein Silikonband gelegt, wodurch der Durchmesser und das Volumen des Organs verkleinert werden. Über einen Zugang wird das Band mit Flüssigkeit gefüllt, wodurch der Chirurg beeinflussen kann, wie viel Platz das Band wegnimmt. Ähnlich funktionieren die Gastroplastiken, bei denen aber kein Silikonband, sondern Klammernähte verwendet werden.

Ein bekannter minimalinvasiver Eingriff ist der Magenbypass. Bei dieser Operation wird ein Teil des Magens entfernt sowie ein Abschnitt des Dünndarms deaktiviert. Das Ergebnis ist nicht nur ein verkleinertes Magenvolumen, sondern auch eine Verringerung der Nahrungsresorption (Aufnahme) des Körpers.

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