Traditionelle chinesische Medizin

Die Chinesen entwickeln seit mehr als 2000 Jahren ihre eigene Heilkunde, die sich inzwischen nicht nur im ostasiatischen Raum verbreitet, sondern auch in Europa mit Interesse verfolgt wird. Verschiedene therapeutische Verfahren wurden zu den fünf Säulen der chinesischen Medizin zusammengefasst.

Moxibustion

Die Moxibustion ist die Erwärmung von Akupunkturpunkten. Dabei werden die speziellen Punkte des menschlichen Körpers in verschiedenen Verfahren erwärmt. Man legt beispielsweise Ingwerscheiben auf und bestückt diese mit jeweils einem Kegel Moxa, der dann entzündet wird. Er verglimmt langsam und erwärmt so den Therapiepunkt. In einem anderen Verfahren wird eine dünne Stange aus Moxa entzündet und der Therapeut bringt sie bis auf einen halben Zentimeter an den Therapiepunkt. Der Patient verspürt ein deutliches Hitzegefühl und dann wird die entzündete Spitze entfernt um den Vorgang zu wiederholen.

Massagetechniken

Die traditionelle chinesische Medizin kennt verschiedene Massagetechniken wie Shiatsu und Tuina Amno. Bei der erstgenannten Technik setzt der Therapeut sein ganzes Körpergewicht zur Massage ein, während man beim Tuina versucht die Ganzkörperenergiebänder zu regulieren. Das geschieht durch Schieben, Drücken und Greifen und diese Massageform dient vor allem der Erhaltung der Gesundheit.

Akupunktur

Das Aufsetzen der feinen Nadeln in die Haut gehört inzwischen auch in Deutschland zu den anerkannten Heilmethoden. Knieschmerzen, Rückenschmerzen aber auch Migräne werden hierzulande mit Akupunktur behandelt.

Arzneitherapie

Die Chinesen kennen viele Heilpflanzen und Kräuter, aber auch Teile von Wirbeltieren finden ihre Anwendung in der chinesischen Arzneitherapie. In Deutschland sind verschiedene Produkte auf dem Markt, die ihren Ursprung in der chinesischen Medizin haben, allerdings kommen bei den tierischen Stoffen nur verschiedene Muschelschalen wie die von der Auster zur Verwendung.

Bewegungsübungen

Taijiquan und Qigong gehören zu den in Europa bekannteren Bewegungsübungen. Zu Qigong gehören aber nicht nur Bewegungen, sondern auch Atemübungen und Konzentrationsübungen. In China dient Qigong vor allem der Erhaltung der Gesundheit und auch in Europa gewinnt diese Form der langsamen Leibesübung immer mehr Fans.

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